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Offpage-SEO: Mit Backlinks bei Google auf Seite 1

Früher waren sie das Maß aller Dinge und auch heute spielen sie bei SEO noch eine bedeutende Rolle: Backlinks von anderen Websites. Gerade bei umkämpften Keywords muss neben sauberer Onpage-SEO ein Schwerpunkt auf Linkbuilding gelegt werden, wenn man bei Google ganz vorne landen möchte.

Offpage-SEO wird als Bündel aller SEO-Maßnahmen gesehen, die – im Gegensatz zur Onpage-Optimierung – außerhalb der eigenen Website durchgeführt werden. Ganz besonders im Fokus steht hier natürlich der Linkaufbau. Denn Google betrachtet jeden Backlink von einer anderen Seite als eine Art Empfehlung und wertet daher die verlinkte Seite in den Suchergebnissen auf. Beim Linkbuilding gilt es unter anderem, auf folgende Aspekte zu achten:

  • Natürliches Linkwachstum
  • Linkvielfalt
  • Natürliche Ankertexte
  • Fokus auf Qualität statt Quantität

Links sollten immer manuell, beispielsweise über einen Gastbeitrag, gesetzt werden. Daher ist der Aufbau hochwertiger Links mit viel Zeit verbunden, wobei sich der Aufwand langfristig lohnt. Kommen Sie jedoch nicht auf die Idee, bei eBay für 99 Euro 100 minderwertige Links einzukaufen, die in der Regel per SEO-Software erzeugt werden und sich negativ auf das Google-Ranking auswirken können.

Neben dem Linkbuilding spielt bei Offpage-SEO daher nämlich auch der Linkabbau per Disavow-Tool eine wichtige Rolle. Durch die Entfernung minderwertiger Links können Google-Abstrafungen aufgehoben und wieder positive Traffic-Entwicklungen erzielt werden.

Linkbuilding als wichtigste Maßnahme von Offpage-SEO

Um die Relevanz von Linkbuilding zu verdeutlichen, hilft es, einen Blick auf die drei wesentlichen Bereiche der Suchmaschinenoptimierung zu werfen:

Rankingfaktoren SEO

Die Google-Rankingfaktoren auf einen Blick

Zählen bei Onpage-SEO die komplette technische Basis einer Website und deren Content zu den relevanten Rankingfaktoren, besteht Offpage-SEO insbesondere aus Maßnahmen zur Generierung von Backlinks.

Zwar ist der Aufbau hochwertiger Links auf anderen Seiten das mit Abstand wichtigste Instrument bei Offpage-SEO, jedoch gehören zu einer perfekten Offpage-Optimierung auch noch andere Werkzeuge dazu:

  • Abbau von negativen Backlinks
  • Generierung von Social Signals
  • Erwähnungen der Marke auf anderen Websites

Dieser Artikel behandelt alle der genannten Offpage-Maßnahmen, der Schwerpunkt liegt jedoch ganz klar beim Linkaufbau.

Grundsätzlich geht es beim Linkbuilding darum, eine möglichst hohe Anzahl an Backlinks auf die eigene Website zu lenken. Mehrere Links von einer einzelnen Domain haben dabei eine deutlich geringere Wirkung als Links von mehreren unterschiedlichen Websites.

Beim Linkaufbau spielen allerdings nicht nur quantitative Aspekte eine Rolle: Die Bedeutung der Qualität eines Links hat in den letzten Jahren immens zugenommen und wird auch zukünftig weiter an Gewichtung gewinnen. So kann ein einzelner hochwertiger Backlink beispielsweise ein stärkeres SEO-Booting bewirken als zehn Links von minderwertigen oder komplett unbekannten Seiten.

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Was kostet SEO eigentlich?

Häufig wird auch darüber diskutiert, wie schnell Links im Rahmen von Offpage-SEO ihre Wirkung entfalten. Experimente haben ergeben, dass erste Ranking-Verbesserungen nach wenigen Wochen und Monaten eintreten können, nachdem der neu gesetzte Link vom Google-Bot gecrawlt wurde. Je älter ein Backlink, desto stärker wirkt er sich auf die Google-Rankings aus.

Die Stärke der Ranking-Veränderungen hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wie viel Power hat ein Backlink?
  • Wie gut passt das thematische Umfeld des Backlinks zu meiner Seite?
  • Welches Vertrauen genießt die verlinkende Website bei Google?
  • Wie viele Backlinks verweisen bereits auf meine Seite?

Befindet sich eine Website bereits in den Top-10-Suchergebnissen, fällt die Wirkung eines Backlinks womöglich geringer aus, als wenn ein Internetauftritt bisher auf Seite 4 oder 5 für ein bestimmtes Keyword rankt.

Grund hierfür ist vermutlich die steigende Relevanz von User Signals – wie beispielsweise der Absprungrate oder der Return-to-SERP-Rate – je weiter man sich in den Google-Suchergebnissen nach vorne bewegt. Bietet der Inhalt einer Website dem Nutzer keinen Mehrwert und führt zu negativen User Signals, dann spielt die Zahl der Backlinks vermutlich keine entscheidende Rolle mehr.

Recherchiert man nun nach potenziellen Linkquellen, sollte man sich natürlich im Klaren darüber sein, was genau eigentlich gute Backlinks ausmacht. Denn beim Linkaufbau gilt immer mehr Qualität statt Quantität, um die größtmögliche Wirkung für seine Offpage-Optimierung zu erzielen.

Kriterien für gute Backlinks

Dies sind die vier wesentlichen Kriterien für gute Backlinks (Quelle: SEO-Turtles.de)

Grundsätzlich empfiehlt es sich daher, bei der Analyse von Websites auf folgende entscheidenden Kriterien zu prüfen:

  • Domain- und Seitenstärke
    Jeder Backlink gibt eine gewisse Linkpower, auch Linkjuice genannt, von der eigenen Seite an die Zielseite weiter. Links von Websites, die selbst eine große Zahl hochwertiger Backlinks besitzen, wirken sich demnach positiver auf das eigene Ranking aus als ein Backlink, der von einer komplett unbekannten und kaum verlinkten Seite kommt. Ziel sollte es beim Linkaufbau daher sein, möglichst Links von solchen starken Domains zu erhalten. Dabei gilt es außerdem noch zwischen der allgemeinen Domainstärke und der Stärke einer einzelnen Unterseite zu differenzieren.
  • Vertrauenswürdigkeit der Domain
    Google verlässt sich bei der Beurteilung von Websites nicht ausschließlich auf die erhaltene Linkpower durch Backlinks, sondern versucht über verschiedene Mechanismen auch die Vertrauenswürdigkeit einer Domain festzustellen. So erhalten beispielsweise Websites aus dem pornografischen Bereich zwar viel Linkjuice, die Vertrauenswürdigkeit solcher Sites wird allerdings eher gering eingestuft. Backlinks von äußerst vertrauenswürdigen Websites, wie beispielsweise Universitäten oder Behörden, wirken sich hingegen positiv auf das SEO-Trustlevel aus und sollten zur Offpage-SEO daher unbedingt dazu gehören.
  • Themennähe
    Sie betreiben einen Blog zum Thema „Haarverlängerung“ und erhalten einen Backlink von einer Website, welche die Politik im Südsudan diskutiert? Dies könnte Google stutzig machen, sollten regelmäßig solche Links auf Ihre Website verweisen. Die Themennähe der verlinkten Website ist daher ein wichtiger Faktor zur Beurteilung eines Backlinks. Dabei ist weniger das Thema der gesamten Domain entscheidend, sondern das Umfeld der jeweiligen Seiten, auf welcher der Link gesetzt wird. Übrigens besonders kritisch: Backlinks von Websites mit einer anderen Sprache als die der eigenen Website.
  • Linkposition
    Betreiben Sie Offpage-SEO, sollten Sie möglichst auch darauf achten, an welcher Stelle innerhalb einer Seite ein Backlink gesetzt wird. In der Regel sind Backlinks innerhalb des Hauptinhaltes im Fließtext am wirkungsvollsten. Seitenweite Links im Footer oder Header einer Website können bei häufiger Anwendung zu einer Abstrafung durch Google führen.

Möchte man diese Regeln zusammenfassen, kann man sich grundsätzlich an folgender Aussage orientieren: Backlinks, die viele Besucher bringen, sind meistens hochwertige Links und demnach bei der Offpage-Optimierung besonders wertvoll.

Zuletzt noch ein Hinweis zur Verwendung relevanter SEO-Kennzahlen und -Tools, welche zur Beurteilung der Wertigkeit von Backlinks hilfreich sind:

  • Domain- und Page-Authority
    Die beiden Kennzahlen stammen aus dem Hause der Softwareschmiede MOZ und können über deren Website für eine beliebige Domain bzw. Unterseite in Erfahrung gebracht werden.
  • Domain-Popularität
    Eine besonders wichtige Kennzahl ist die Domain-Popularität, kurz DomainPop. Sie sagt aus, von wie vielen unterschiedlichen Domains Backlinks auf eine bestimmte Seite verweisen. Die Kennziffer wird von diversen SEO-Tools zur Verfügung gestellt.
  • LRT Power*Trust
    Eine Kombination aus Linkpower und -trust spiegelt sich in der Kennzahl des Anbieters LinkResearchTools wider. Der Wert kann über das kostenlose Browser-Addon abgerufen werden.
LRT-Power*Trust-Toolbar

Die Darstellung der LRT-Power*Trust Toolbar am Beispiel von seo-turtles.de

Merken Sie sich also für Ihre Offpage-SEO: Eine detaillierte Analyse potenzieller Backlink-Quellen ist auf jeden Fall sinnvoll. Denn beim Linkaufbau geht Qualität vor Quantität.

Aber nun zur Praxis: Was muss man eigentlich tun, um Backlinks von anderen Websites zu erhalten? Schließlich wachsen diese nicht auf Bäumen, sondern müssen im Rahmen von Offpage-SEO hart erarbeitet werden.

Nachfolgend stellen wir nun elf verschiedene Möglichkeiten vor, um Backlinks für die eigene Seite zu generieren.

  1. Branchenverzeichnisse
    Die Eintragung in Branchenverzeichnisse ist insbesondere für regional tätige Unternehmen sinnvoll. Manche dieser Einträge sind kostenfrei, für andere wiederum muss teures Geld bezahlt werden. Da mit einem Eintrag in der Regel auch ein Backlink verbunden ist (teilweise jedoch auch per Nofollow-Attribut), ist solch eine Platzierung gerade für Local SEO relevant.
  2. Webkataloge
    Eine Platzierung in Webkatalogen war früher bei Offpage-SEO sehr beliebt, da eine Eintragung in der Regel einfach und kostenfrei war. Da solche Links jedoch immer häufiger als Spam erkannt werden, sollte man den Backlinkaufbau per Webkatalog nicht mehr zu sehr fokussieren. Statt einer Vielzahl minderwertiger Webverzeichnisse sollte man eher auf einige wenige seriöse Kataloge setzen.
  3. Gastartikel
    Sehr hochwertige Backlinks können generiert werden, indem man Gastartikel auf anderen Websites platziert. Achten Sie dabei darauf, einen qualitativ wertvollen Artikel zu verfassen, der die Zielgruppe der entsprechenden Website anspricht und thematisch zu Ihrem eigenen Internetauftritt passt. Ein Backlink im Fließtext ist dem Link in der Autorenbox zu bevorzugen.
  4. Blog-Kommentare
    Früher gehörten Blog-Kommentare zu jeder Offpage-SEO-Strategie dazu, mittlerweile muss man vorsichtig damit umgehen, da Missbrauch schnell zu einer Abstrafung führen kann. Setzen Sie Blog-Kommentare daher sparsam ein und verwenden Sie niemals das Money-Keyword anstatt Ihres Namens als Ankertext.
  5. Forenlinks
    Ähnlich beliebt waren eine lange Zeit auch Forenlinks, die heute jedoch ebenfalls mit Vorsicht zu genießen sind. Diese sollten überlegt eingesetzt werden und im jeweiligen Kontext einen tatsächlichen Mehrwert für die Leser des jeweiligen Forenthreads liefern.
  6. Private-Blog-Networks (PBN)
    Sogenannte Private Blog Netzwerke werden in der Regel von einer Person oder einer SEO-Agentur betrieben und dienen vordergründlich dazu, Backlinks für Kundenprojekte zu generieren. Zwar können mit PBNs kurzfristige Ranking-Erfolge erzielt werden, im Rahmen einer langfristigen Strategie ist von dieser Form des Black-Hat-SEO jedoch dringend abzuraten. Zu groß ist die Gefahr einer Abstrafung durch Google.
  7. Linktausch
    Viele Website-Betreiber verlinken sich gegenseitig, um über die erhaltenen Backlinks bessere Google-Rankings zu erzielen. Diese Methode der Offpage-SEO ist nur eingeschränkt zu empfehlen und sollte sparsam eingesetzt werden. Denn Google erkennt solche Arten der Verlinkung natürlich, selbst wenn diese über drei oder mehrere „Ecken“ gehen (sogenannter Dreiecks-Linktausch). Kann ein Linktausch thematisch jedoch Sinn machen, ist dieser in der Regel unproblematisch, auch wenn die Backlink-Wirkung vermutlich weniger stark ausfällt.
  8. eBay-Links
    Insbesondere auf dem Marktplatz eBay werden häufig minderwertige Links zu extrem günstigen Preisen verkauft (z.B. 100 Backlinks für 99 Euro). Von solchen Angeboten sollte unbedingt Abstand genommen werden, da diese Links in der Regel auf Spam-Seiten automatisiert gesetzt werden und das Gegenteil eines Ranking-Boost bewirken.

    Backlinks bei eBay kaufen

    25 Backlinks für 4,95 Euro? Finger weg von solchen Angeboten! (Screenshot: eBay.de)

  9. Hochwertige Links einkaufen
    In diversen Facebook-Gruppen oder Artikel-Marktplätzen können teilweise auch hochwertige Backlinks von seriösen Seiten eingekauft werden, die je nach Trustlevel nur eine geringe Gefahr für einen Google-Penalty darstellen. Der Kauf solcher Backlinks kann unter Umständen Sinn machen, wenn man sich in einer hart umkämpften Nische bewegt.
  10. Presseartikel
    Die Verbreitung der eigenen Presseartikel über diverse Presseportale ist grundsätzlich nicht verwerflich, sollte aber nicht dem direkten Ziel des Backlinkaufbaus dienen. Denn Google ist sich der Funktion dieser Portale selbstverständlich bewusst. Pressemitteilungen mit hohem Neuigkeitswert werden jedoch regelmäßig von anderen Newsportalen aufgenommen und eventuell mit einem Backlink versehen, was wiederum indirekt der Offpage-SEO zugutekommt.
  11. Tolle Inhalte erstellen
    Die Königsdisziplin beim Backlinkaufbau ist allerdings immer noch die Content-Erstellung, wenn sie auch die vermutlich aufwendigste ist. Denn wer wertvolle Inhalte auf seiner Website veröffentlicht, der gewinnt mittelfristig nicht nur Besucher über Google, sondern erhält womöglich die eine oder andere Verlinkung von einer anderen Website. Dazu ist es aber auch zwingend notwendig, erstellte Inhalte aktiv zu streuen und das World Wide Web von dem neuen wertvollen Content in Kenntnis zu setzen.

Greifen Sie nun auf diejenigen Maßnahmen zurück, die am besten zu Ihrer Offpage-SEO passen und bauen Sie langsam aber sicher Ihre Backlinks weiter auf.

Acht weitere Maßnahmen zum Linkaufbau gibt es im Podcast zu hören:


Abstrafungen vermeiden durch natürliches Linkbuilding

Weißer Text auf weißem Grund – so sahen die Anfänge der Google-Manipulation aus. Diese Tricksereien sind heutzutage kaum mehr möglich, stattdessen versuchen sich Black-Hat-SEOler hauptsächlich im Aufbau von Backlinks, was von Google allerdings ebenso ungern gesehen wird. Schließlich verfälscht es die Suchergebnisse.

Aus diesem Grund hat der Suchmaschinengigant verschiedene Überprüfungsmechanismen entwickelt, die sämtliche Backlinks jeder Website auf unnatürliche Linkstrukturen hin untersuchen. Folgende Punkte spielen für einen natürlichen Linkaufbau daher vermutlich eine wichtige Rolle und sollten bei Offpage-SEO unbedingt beachtet werden:

  • Natürliches Linkwachstum
    Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Zahl neuer Backlinks mit der Höhe des Traffics wächst. Danach sollte man sich beim Linkaufbau entsprechend richten. Zu viele Backlinks kurz nach dem Website-Launch wirken verdächtig. Gleiches gilt für eine wachsende Zahl von Links innerhalb kürzester Zeit und eine darauffolgende Periode ohne einen entsprechenden Zuwachs an Verweisen.
  • Natürliches Linkprofil
    Backlinks, die ausschließlich von Webverzeichnissen kommen, sind genauso kritisch zu beurteilen wie Backlinks, die fast nur in Blog-Artikeln platziert sind. Ein natürliches Linkprofil enthält Backlinks von verschiedenen Arten von Websites und kann je nach Branche unterschiedlich strukturiert sein.
  • Natürliche Ankertexte
    Die sogenannten Anker- bzw. Linktexte der erhaltenen Backlinks sollen für Google einen „natürlichen“ Anschein erwecken. So ist beispielsweise die häufige Verwendung von Money-Keywords oft der Grund für einen Google-Penalty. Ankertexte, die aus der Domain oder Begriffen wie „hier“ bestehen, gehören hingegen zu den am meisten genutzten.
  • Verschiedene Linkstärken
    Besteht das Linkprofil fast ausschließlich aus Backlinks, die eine hohe Linkpower liefern, und fehlt es gleichzeitig an schwächeren Links von weniger stark besuchten Websites, ist dies für Google häufig ebenfalls ein Signal für künstlichen Linkaufbau.
  • Verhältnis zwischen Nofollow- und Dofollow-Links
    Nicht jeder Backlink enthält ein Dofollow-Attribut. Bei Offpage-SEO ist darauf zu achten, dass nicht ausschließlich Backlinks gesetzt werden, die Linkjuice an die verlinkte Seite weitergeben, sondern auch eine gewisse Zahl an weniger „wertvollen“ Nofollow-Link vorhanden ist.
  • Verhältnis Startseitenlinks und Deeplinks
    Die meisten Verweise auf eine Website gehen in der Regel auf die Startseite, einzelne Unterseiten werden deutlich seltener verlinkt. Beim Linkbuilding ist es daher wichtig, eine gesunde Mischung aus Startseitenlinks und sogenannten Deeplinks zu erzeugen, sodass Google keinen Verdacht schöpft. Verhältnismäßig viele Backlinks auf eine spezielle Unterseite können daher gefährlich werden.
Natürliche Ankertexte

So sieht eine Backlinkstruktur mit natürlichen Ankertexten aus (Screenshot: XOVI)

Achten Sie im Rahmen der Offpage-SEO also unbedingt auf einen natürlichen Linkaufbau. Denn eine Abstrafung durch Google kann unter Umständen Ihr gesamtes Geschäftsmodell auf den Kopf stellen – gehen Sie dieses Risiko daher auf keinen Fall ein!

Minderwertige Domains erkennen

Oft steht man bei Offpage-SEO vor der Entscheidung, einen Link auf einer gewissen Seite zu platzieren – beispielsweise beim Linkkauf. Dabei wird jedoch häufig ausschließlich ein Blick auf die Linkpower geworfen, die auf die eigene Domain übertragen wird. Vernachlässigt hingegen wird regelmäßig die Überprüfung der Website auf gewisse Qualitätsmerkmale.

Dies kann jedoch schmerzhafte Folgen nach sich ziehen: Backlinks von minderwertigen Domains bestraft Google schnell einmal mit schlechteren Rankings, sofern solche Links in einer gewissen Menge auf Ihre Website verweisen.

Bevor Sie also einen neuen Backlink zu Ihrer Seite setzen, sollten Sie diese auf folgende Eigenschafen überprüfen:

  • Minderwertiger Content
    Websites, die minderwertige Texte oder eine Vielzahl kopierter Inhalte enthalten, sollten beim Backlinkaufbau gemieden werden.
  • Unnatürliche Backlinkmuster oder Keyword-Stuffing
    Backlinks von Websites, die selbst ein unnatürliches Backlinkmuster aufweisen, eignen sich nicht für den Linkaufbau – selbst wenn die entsprechende Domain noch nicht abgestraft wurde. Dies gilt ebenso für Internetauftritte, bei denen sogenanntes Keyword-Stuffing betrieben wurde, also das entsprechende Keyword übertrieben oft im Text untergebracht ist.
  • Links von abgestraften Seiten
    Sollten Websites bereits aufgrund der oben genannten – oder auch anderen – Praktiken von Google in der Vergangenheit abgestraft worden sein, sind diese als Backlinkquellen in der Regel nicht empfehlenswert. Abstrafungen lassen sich mit den meisten SEO-Tools erkennen, indem ein Blick auf den historischen Sichtbarkeitsindex geworfen wird. Starke, abrupte Einbrüche der Sichtbarkeit lassen auf einen Google-Penalty schließen.

Bevor Sie also einen neuen Backlink setzen, prüfen Sie die jeweilige Domain genau auf die beschriebenen Auffälligkeiten. SEO-Tools wie XOVI ermöglichen dabei nicht nur einen Blick auf die Sichtbarkeitsentwicklung in den Suchmaschinen, sondern lassen sogar automatisierte Backlink-Checks zu, welche alle Verweise einer Website auf deren Qualität hin überprüfen. So lassen sich Backlinks von kritischen Domains im Vornherein erkennen.

Google-Penalty Beispiel

Ein so starker Einbruch der Sichtbarkeit spricht für einen Google-Penalty (Screenshot: XOVI)

Google ändert seinen Algorithmus tagtäglich. Was gestern bei Offpage-SEO funktioniert hat, kann bereits morgen von der Suchmaschine erkannt und abgestraft werden. Daher empfiehlt es sich – selbst wenn Sie noch keine Abstrafung erhalten haben – solche Backlinks abzubauen, die nicht den oben genannten Google-Qualitätskriterien genügen.

Ein Linkabbau kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein:

  • Sie haben einen Google-Penalty erhalten
  • Sie haben zwar noch keine Abstrafung erhalten, in der Vergangenheit wurden jedoch durch Sie oder Ihre SEO-Agentur minderwertiger Linkaufbau betrieben
  • Ihre Konkurrenz hat mit Absicht qualitativ schlechte Backlinks für Ihre Domain aufgebaut, um Ihnen zu schaden (sogenannte negative SEO)

Greifen Sie am besten auf die Google Search Console zurück, um dort alle aufgelisteten Backlinks zu überprüfen.

Dabei ist ein manueller Linkabbau häufig nicht möglich, weil die Links von der Konkurrenz gesetzt wurden oder der Website-Administrator auf Ihre Bitte, den Link zu entfernen, nicht reagiert. In solch einem Fall stellt Google den Suchmaschinenoptimierern das sogenannte Disavow-Tool zur Verfügung.

Mit dem Google Disavow-Tool können Sie einzelne URLs oder sogar komplette Domains entwerten, von welchen Links auf Ihre Seite verweisen. Nach Upload der entsprechenden URLs crawlt Google diese Websites in der Regel innerhalb der nächsten Wochen, woraufhin Ihre minderwertigen Backlinks entwertet werden.

Google Disavow-Tool

So sieht es aus: Das Google Disavow-Tool in der Google Search Console (Screenshot: google.com)

Erwähnungen auch ohne Backlink ein Vertrauenssignal

Bei Offpage-SEO wird der Fokus oft ausschließlich auf Linkbuilding gesetzt. Dabei häufig außer Acht gelassen werden textliche Erwähnung einer Marke, Domain oder eines Firmennamens, ohne dass dabei ein Link auf die jeweilige Website gesetzt wird.

Insbesondere große, seriöse Zeitungen oder Newsmagazine verlinken in ihren Artikel nicht immer auf die Website einer Firma, die im Bericht erwähnt wird. Kann sich solch eine Erwähnung ohne Backlink dennoch positiv auf das Google-Ranking auswirken?

Einige Hinweise, beispielsweise in den Google Quality Rater Guidelines, lassen darauf schließen, dass auch die Nennung eines Unternehmens einen Ranking-Boost auslösen kann. Versuchen Sie daher, Ihre Präsenz im Internet grundsätzlich zu steigern, beispielsweise mit Pressemitteilungen. Selbst wenn Sie bei einer Berichtserstattung keinen Backlink erhalten, kann sich dies positiv auf Ihre Offpage-SEO auswirken.

Social Media und Social Signals als Rankingfaktor

Linkbuilding wird regelmäßig als die einzig wahre Maßnahmen bei der Offpage-Optimierung genannt. Doch schon lange haben sich soziale Medien rund um Facebook, Twitter und Pinterest als äußerst wichtige Traffic-Lieferanten erwiesen. Die dort platzierten Links enthalten jedoch alle das Nofollow-Attribut. Spielen soziale Netzwerke also eine Rolle für die Suchmaschinenoptimierung?

Diese Frage lässt sich nicht einwandfrei beantworten, da sich weder Google hierzu konkret geäußert hat, noch die SEO-Experten einer Meinung sind. Eines ist jedoch sicher: Aufgrund der hohen Relevanz sozialer Netzwerke für die Besucherzahlen einer Website sollte man als Website-Betreiber dort ohnehin vertreten sein.

Je nach Branche und Geschäftsumfeld zählen diese sozialen Medien zu den wichtigsten Plattformen:

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • Xing
  • LinkedIn
  • YouTube
  • Instagram

Sollten Suchmaschinen tatsächlich soziale Netzwerke als Rankingfaktor für deren Algorithmus verwenden, spielen nachfolgende Social Signals vermutlich eine entscheidende Rolle:

  • Follower-Zahlen
  • Likes, Shares, Retweets
  • Kommentare
  • Erwähnungen der Marke
  • Traffic über die sozialen Netzwerke

Sehen Sie soziale Plattformen wie Facebook & Co. daher nicht unbedingt als wichtigen Rankingfaktor für Ihre Offpage-SEO, sondern eher als relevanten Traffic-Kanal, der heutzutage für die meisten Unternehmen fast unabdingbar geworden ist.

Social Traffic

Je nach Thema und Geschäftsmodell sind soziale Netzwerke der wichtigste Traffic-Lieferant (Screenshot: Google Analytics)

Fazit: Offpage-SEO ist wichtig, toller Content allerdings umso mehr

Möchte man aus dem hier Geschriebenen ein Fazit schließen, kann man das Thema Offpage-SEO in folgenden Punkten zusammenfassen:

  • Linkaufbau ist die wichtigste Maßnahme bei Offpage-SEO
  • Insbesondere bei hart umkämpften Suchanfragen kommt man am Linkaufbau nicht vorbei
  • Bei Offpage-SEO gilt Qualität vor Quantität
  • Natürliches Linkbuilding ist das A & O
  • Hochwertiger Linkaufbau kostet Zeit und Geld

Bedenken Sie dabei, dass saubere Onpage-SEO und guter Content immer noch die Basis für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung sind. Insbesondere mit Blick in die Zukunft wird das Thema Backlinks vermutlich an Relevanz verlieren und hochwertige Inhalte immer entscheidender werden.

Erfahren Sie daher im nächsten Schritt, wie man bei der Content-Erstellung am besten vorgeht und worauf man bei Onpage-SEO unbedingt achten sollte.

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Autor: Alexander Walz

Alexander Walz ist Gründer und Inhaber von der SEO Agentur SEO-Turtles. Als begeisterter SEOler schreibt er regelmäßig Blog-Artikel rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Und wenn er nicht bei der Optimierung einer Website ist, läuft er womöglich gerade den Jakobsweg.

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