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SEO vs. Google AdWords: Ein Kostenvergleich

Um Besucher für Ihre Website über Google zu gewinnen, haben Sie als Unternehmen zwei Möglichkeiten: Sie betreiben Suchmaschinenoptimierung oder schalten Anzeigen in den Google-Suchergebnissen. Doch welche der beiden Maßnahmen ist aus finanzieller Sicht am sinnvollsten?

Warum SEO häufig unterschätzt wird

Ohne Besucher ist jede Webseite hinfällig. Als Unternehmer muss man sich nun also Gedanken machen: Über welchen Online-Marketing-Kanal will ich neue Kunden gewinnen? Die Suchmaschine Google haben hier die meisten ganz vorne auf Ihrer Liste.

Daraufhin gilt es nun, die nächste Entscheidung zu treffen: Soll man Geld für die Optimierung der Google-Rankings in den natürlichen Suchergebnissen ausgeben oder investiert man einen Teil des Marketingbudgets doch lieber in Werbeanzeigen per Google AdWords?

Google-SERPS: Klickraten Google AdWords und natürliche Suchergebnisse

Vergleich der Klickraten bei Google AdWords und den natürlichen Suchergebnissen

Die Umsätze des Google-Konzerns von unglaublichen 90 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 legen nahe, dass Online-Marketing per Google AdWords wohl das beliebteste Mittel überhaupt zur Kundengewinnung im Internet ist. Viel weniger Unternehmen hingegen investieren ihr Kapital in die Optimierung ihrer eigenen Rankings in den natürlichen Suchergebnissen von Google. Denn hierfür gibt es auch spezielle SEO Agenturen, die ihr Geld damit verdienen, Unternehmen bei hartumkämpften Suchbegriffen auf die erste Seite zu bringen.

Warum die Werbung per Google AdWords so erfolgreich ist, lässt sich leicht erklären: Sie ist von heute auf morgen in den Suchergebnissen zu sehen. Suchmaschinenoptimierung hingegen benötigt ihre Zeit. Bedenkt man jedoch den Umstand, das geschätzte 75 % der Google-Sucher eben nicht auf eine Werbeanzeige sondern auf ein natürliches Suchergebnis klicken, sollte das Potenzial von SEO schon allein aufgrund dieser Menge an möglichen Besuchern nicht außer Acht gelassen werden.
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Was kostet SEO eigentlich?

Kostenentwicklung im Vergleich: SEO vs. AdWords

Betrachtet man beide Marketing-Maßnahmen aus rein wirtschaftlicher Perspektive, gilt es einen Kostenvergleich anzustellen. In unserer Gegenüberstellung gehen wir davon aus, dass sowohl SEO als auch die Umsetzung der AdWords-Werbung von einer professionellen Agentur übernommen wird.

Eine AdWords- bzw. SEA Agentur wird in der Regel für die einmalige Kampagnenerstellung vergütet und erhält für die laufende Betreuung eine vom investierten AdWords-Budget abhängige Pauschale von beispielsweise 10 %. Als Werbetreibender bezahlt man auf der einen Seite also die Agentur, auf der anderen Seite rechnet Google je Klick auf die Anzeige einen Betrag ab, der von der Relevanz der Seite und vom Wettbewerb abhängig ist.

Wird eine SEO Agentur langfristig zur Optimierung der natürlichen Suchergebnisse beauftragt, fallen hier ebenfalls Startkosten für die Analyse der vorhandenen Webseite und der bisherigen Rankings sowie erhaltenen Backlinks an. In den darauffolgenden Monaten werden Optimierungsmaßnahmen, wie beispielsweise Offpage-SEO durchgeführt, was ebenfalls mit Kosten verbunden ist. Nach einem Zeitraum von 3 bis 12 Monaten sind die relevanten Maßnahmen durchgeführt und erste gute Rankingpositionen können erreicht werden. Um diese Positionen zu halten, können die Ausgaben für SEO auf ein Minimum reduziert werden.

Nachfolgende Grafik zeigt die Kostenentwicklung von Google AdWords und SEO im Vergleich:

Kostenvergleich Google AdWords und SEO

Kostenvergleich Google AdWords und SEO: Nachhaltiger ist die Suchmaschinenoptimierung

Die Kosten für Suchmaschinenoptimierung sind zu Beginn deutlich höher, fallen mit der Zeit allerdings unter das Niveau der AdWords-Ausgaben. Aus langfristiger Perspektive scheint SEO also kostengünstiger zu sein.

Rechenbeispiel: SEO vs. Google AdWords

Nun wollen wir versuchen, unsere These mit Zahlen zu untermauern. Ein Unternehmen hat ein Buchhaltungsprogramm entwickelt und möchte unter dem Suchbegriff „Buchhaltungssoftware“ bei Google gefunden werden. Das monatliche Suchvolumen liegt hier bei 5.400 Suchanfragen und der von Google berechnete Preis pro Klick bei rund 15 Euro – also ein sehr teures Keyword.

Der Wettbewerb bei diesem Keyword ist durchschnittlich, sodass man durch kluge Suchmaschinenoptimierung vermutlich nach einem Jahr den ersten Platz bei Google erreichen könnte. In diesem ersten Jahr würden schätzungsweise Einmalkosten von 3.000 Euro und laufende Kosten von rund 30.000 bis 40.000 Euro entstehen. In den beiden darauffolgenden Jahren kann von monatlich rund 1.000 Euro ausgegangen werden, um die Position zu halten. Der Gesamtbetrag über drei Jahre läge bei der Suchmaschinenoptimierung demnach bei 62.000 Euro.

Angenommen, man würde nun eine AdWords-Kampagne für einen Zeitraum von drei Jahren schalten und etwa 1.500 Klicks im Monat generieren wollen. Dies entspräche nämlich der ungefähren Klickzahl, die man auf dem ersten Platz in den natürlichen Suchergebnissen jeden Monat erzielen könnte. Hierfür müsste man als Unternehmen also monatlich ca. 22.500 Euro an Google überweisen, um diese Besucherzahl zu erreichen. Rechnet man noch die Agentur-Gebühr von 10 % hinzu, entstehen Gesamtkosten innerhalb der drei Jahre von 810.000 Euro.

Spätestens hier ist es nicht mehr notwendig, noch tiefer in die Analyse einzusteigen: Den Kosten für SEO von 62.000 Euro stehen 810.000 Euro Ausgaben für Google AdWords gegenüber. Selbst wenn man noch vernachlässigt, dass bei der SEO-Kampagne im ersten Jahr deutlich weniger Klicks generiert werden können und dieses Keyword einen überdurchschnittlichen Klickpreis hat – es zeigt sich deutlich, dass Suchmaschinenoptimierung bei einer langfristigen Perspektive mit großem Abstand kostengünstiger als die Werbung per Google AdWords ist.

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Ist Google AdWords also tot?

Auch wenn diese Zahlen auf den ersten Blick ernüchternd für AdWords-Agenturen wirken können – die kostenpflichtige Werbung auf Google ist für Unternehmen weiterhin interessant. So ist per Google AdWords beispielsweise ein sehr genaues User-Targeting möglich, sodass Streuverluste minimiert werden können. Außerdem – und hier sprechen wir vom größten Vorteil des Keyword-Advertising – ist eine Google AdWords-Anzeige innerhalb weniger Stunden geschaltet. Möchten Sie ein neues Produkt zeitnah bewerben, kommt SEO aufgrund des langen Optimierungsprozesses in der Regel nicht in Frage. Hier ist Google AdWords immer noch ein effektives Werkzeug.

Es gilt auch zu bedenken, dass mit SEO natürlich gewisse Risiken verbunden sein können. Selbst wenn Sie viel Geld für eine Kampagne ausgeben, ist eine Platz 1-Positionierung nicht garantiert. Denn Google ist und bleibt eine Blackbox. Geraten Sie allerdings an eine professionelle SEO Agentur, sind die Risiken überschaubar.

Kurzum: Wer nachhaltiges Online-Marketing betreiben möchte, der kommt an SEO nicht vorbei. Für kurzfristige Erfolge kann Google AdWords jedoch ebenso als hilfreiches Instrument zur Kundengewinnung eingesetzt werden.

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Autor: Alexander Walz

Alexander Walz ist Gründer und Inhaber von der SEO Agentur SEO-Turtles. Als begeisterter SEOler schreibt er regelmäßig Blog-Artikel rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Und wenn er nicht bei der Optimierung einer Website ist, läuft er womöglich gerade den Jakobsweg.

Artikelbewertung:
[Ø-Bewertung: 4.3 bei 12 Vote(s)]

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Alexander,

    ich würde Dein Text hier gut anpassen!
    Adwords ist genau so wichtig wie SEO. Ich gebe z.B. bei einem Kunden max 15k aus die aber mind 120k Umsätze bringen und ich würde auch nie mehr ausgeben. Adwords ist nie teuer und leider auch ein MUSS um bei bestimmten Keywords immer oben zu stehen…
    Adwords kann man einmal richtig aufsetzen und es sind dann nur laufende Kosten. SEO muss man täglich machen, besonders jetzt wo bei Google immer wieder was neues passiert…

    Gruß

    Antworten

    • Hallo Eugen,

      womöglich kommt AdWords in meinem Text ein wenig zu schlecht weg, da magst du schon recht haben. Ich bin überhaupt kein Gegner von AdWords, im Gegenteil, ich schalte dort sogar selbst Anzeigen.
      Was die Kosten betrifft, kann ich dir jedoch nicht zustimmen. Wer nachhaltige SEO mit tollen Inhalten betreibt, der muss nach einer gewissen Zeit deutlich weniger machen, um eine gute Platzierung zu halten – auch wenn Google etwas am Algorithmus schraubt. Und die „laufenden Kosten“, die du bei AdWords so nebenbei erwähnst, sind eben sehr hoch und in der Regel nicht mit den langfristigen laufenden SEO-Kosten zu vergleichen.

      Viele Grüße
      Alexander

      Antworten

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